Die Grundzutat des Tees ist grüner Tee, am besten die Sorte Gunpowder.

 

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Zubereitung:

Direkt in die Teekanne von der Größe wie auf dem Foto, kommen 3  TL grüner Tee. Darüber wird wenig, ca ein Teeglas, kochendes Wasser gegeben und ein wenig geschüttelt. Der Tee wird gewaschen.

Nach ca. 1 Minute wird das Wasser abgegossen und die Kanne mit frischem kochenden Wasser aufgefüllt. Jetzt wird sie auf den Herd oder den Gaskocher gestellt und der Tee wird aufgekocht.

Nun kommt der Zucker mit in die Kanne. Original marokkanisch gehört eine große Menge hinein, aber das kann jeder nach seinem eigenen Geschmack machen. Ganz ohne Zucker schmeckt mir dieser Tee überhaupt nicht, obwohl ich jeden anderen Tee ungesüßt trinke.

Man kann den Tee jetzt so trinken, oder aber noch mit unterschiedlichen Kräutern verfeinern. Im Norden Marokkos kommt immer frische Nana-Minze in die Kanne oder auch ins Glas.

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Im Süden gibt es nicht das ganze Jahr über Minze und da nimmt man auch gerne Shebah (Wermut), Thymian oder auch eine Kräutermischung.

Nachdem alles Inder Kanne ist, wird erstmal ein Glas befüllt und der Tee wieder zurück in die Kanne gegeben. Dieser Vorgang wird einige Male wiederholt. Es ist eine langsame Zeremonie, die dazu dient, dass sich alles ohne umzurühren gut vermischt.

Bsacha – das heißt mit Gesundheit und das sagt man auch, wenn man zu essen beginnt.

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Im Maison traditionnelle im Anti Atlas sitzen wir mit einer Gruppe im Wohnzimmer des alten Wohnhauses der Familie. Das Haus ist mittlerweile zu einem dem Gästehaus angeschlossenen Museum umfunktioniert. Während Mustapha den Tee zubereitet, singt und spielt sein blinder Vater ein Berberlied. Nach Ende des Liedes wird die Teezubereitung auch von Mustapha in einwandfreiem Deutsch kommentiert.

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